KorridorsanierungMehr Qualität, mehr Pünktlichkeit und weniger Störungen
Mehr Qualität, mehr Pünktlichkeit und deutlich weniger Störungen an der Infrastruktur: Dafür baut die Deutsche Bahn das derzeit hochbelastete Netz bis 2030 zum Hochleistungsnetz aus. Über 40 Streckenabschnitte mit einer Gesamtlänge von mehr als 4.000 Kilometern durchlaufen in den kommenden Jahren eine Korridorsanierung.
KorridorsanierungFür mehr Leistung auf der Schiene
Mit der Korridorsanierung bündelt die DB Baumaßnahmen wesentlich stärker als in der Vergangenheit. Ziel ist es, sanierungsbedürftige Strecken innerhalb eines möglichst kurzen Zeitraums komplett zu erneuern. Dazu gehören Schwellen und Schotter, Gleise und Weichen, Signale und Stellwerke. Neben den Strecken werden zudem Bahnhöfe modernisiert und ausgebaut und zu Zukunftsbahnhöfen erweitert – für besseren Komfort, mehr Service und ein größeres Angebot für Reisende, die mit der Deutschen Bahn unterwegs sind.
Das bedeutet: Die Strecke wird einmal gesperrt. Anschließend sind für mehrere Jahre keine größeren Bauarbeiten mehr erforderlich. Zudem werden die korridorsanierten Abschnitte deutlich leistungsfähiger, erhalten einen erstklassigen Ausrüstungsstandard und werden für den digitalen Bahnbetrieb der Zukunft vorbereitet.
Hamburg–Berlin
Die 278 Kilometer lange Eisenbahnverbindung zwischen Hamburg und Berlin ist hochbelastet. Pro Tag befahren sie durchschnittlich 470 Züge, aufgeteilt in Fern-, Nah- und Güterverkehrszüge. Damit ist sie als Städte-Direktverbindung Spitzenreiter in Deutschland. Gemeinsam mit dem Bund verwandelt die Deutsche Bahn das hochbelastete Netz in ein Hochleistungsnetz. So schafft sie die Voraussetzung für die digitale Schiene und einen verlässlichen, bundesweiten Deutschlandtakt.
Vom 01. August 2025 bis 30. April 2026 führt die DB eine sogenannte Korridorsanierung durch. Während dieser Zeit ist die Strecke zwischen Hamburg und Berlin für den Zugverkehr voll gesperrt. Zahlreiche Arbeiten an Gleisen, Weichen und Oberleitungen bündelt die DB innerhalb von neun Monaten, sodass in den dann folgenden Jahren wesentlich weniger gebaut werden muss. Es werden zudem die Leit- und Sicherungstechnik erneuert und 28 Verkehrsstationen entlang der Strecke modernisiert.
Hamburg–Hannover
Die Strecke ist von hoher Bedeutung sowohl für den innerdeutschen Personenverkehr als auch den internationalen Güterverkehr. Sie ist die Hauptverbindung zwischen dem Hamburger Hafen und dem südlichen Europa: Jeder vierte Güterwagen in Deutschland fährt ab oder nach Hamburg. Außerdem bindet die Strecke Europas größten Rangierbahnhof in Maschen an das übrige Streckennetz an. Mit der Korridorsanierung sorgt die DB für die Modernisierung von Bahnhöfen, Gleisen, Weichen, Leit- und Sicherungstechnik. Die Sanierung der 163 Kilometer langen Strecke Hamburg – Hannover ist in zwei Schritten geplant. Vor der für das Jahr 2029 geplanten Korridorsanierung, führt die DB bereits vom 01. Mai 2026 bis 10. Juli 2026 die „Qualitätsoffensive“ durch. Damit wird die Zuverlässigkeit des Korridors bereits spürbar erhöht.
Weitere Informationen zu den beiden Sanierungsprojekten finden Sie hier.
Hamburg–Lübeck
Die Strecke ist eine der meistgenutzten in Norddeutschland. Regionalzüge im Halbstundentakt befördern täglich zehntausende Pendler:innen zwischen den beiden Hansestädten. Gleichzeitig ist die Strecke Teil des sogenannten Scan-Med-Korridors, einem Güterverkehrskorridor von Skandinavien bis ans Mittelmeer. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist auch mit Blick auf die künftige feste Fehmarnbelt-Querung von zentraler Bedeutung. Im Rahmen der Korridorsanierung erfolgt die Sanierung von Weichen, Gleisen und der Leit- und Sicherungstechnik. Darüber hinaus ist auch die Aufwertung von mehreren Bahnhöfen geplant.
Bremen–Hamburg
Die wichtige nationale und internationale Nord-West-Verbindung liegt auf der Verkehrsachse, die von Skandinavien über Norddeutschland bis ins Ruhrgebiet und die Beneluxstaaten führt. Eine leistungsfähige Infrastruktur auf dieser Strecke ist entscheidend für den Güterverkehr, denn sie verbindet die großen norddeutschen Seehäfen mit dem größten Rangierbahnhof Europas in Maschen. Während der Korridorsanierung wird die DB unter anderem umfangreiche Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik umsetzen.